1978 im zarten Alter von 18 Jahren lud mich die Bundeswehr zur Musterung und zwei Wochen später gleich zum Eignungstest ein. Wiederrum eine Woche später, etwa zur Nikolauszeit, ging ein Schreiben ein, dass ich mit dem Wehrdienst zum 1. April 1979 rechnen müßte, eventuell bei Ausfällen bereits zum 1. Januar 1979. Weil ich aber noch meinen gesamten Jahresurlaub vor mir hatte, trag ich in die Freiwillige Feuerwehr Tostedt ein und leistete dort meinen zehnjährigen Ersatzdienst ab. Die Räumlichkeiten in der Waldstraße wurden viel zu klein, sodass die Samtgemeinde beschloss, ein neues Gerätehaus zu bauen. Mit vielen Eigenleistungen der Feuerwehrmänner, z. B. Maler- und Gartenarbeiten entstand ein schmuckes neues Feuerwehrgerätehaus in der Todtglüsinger Straße. Ich werde mich noch lange an die monatlichen Sonntagsdienste mit der anschließenden Bratwurst von der Schlachterei Meyer erinnern. 1986 schrieb ich für die „Nachrichten von Hermann und Erika“, so heißt die Vereinsschriftenreihe des Tostedter Heimatvereines, die Chronik „75 Jahre Freiwillige Feuerwehr Tostedt“.
Aufgrund meines Umzuges Anfang der 90er Jahre nach Hamburg trat ich dann der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg-Lurup bei und zu einem späteren Zeitpunkt der Freiwiliigen Feuerwehr Hamburg-Wilhelmsburg. Diese Wehr wurde ganz neu geründet und hatte ihre erste Unterkunft auf dem Großmarktgelände in Hamburg. Diese Unterkunft war etwa 8 km und gute 10-15 Minuten vom Stadtteil Wilhelmsburg entfernt. Also brauchten die freiwilligen Helfer ein eigenes Gerätehaus.
Um dies umzusetzen, sprach ich während meiner politischen Tätigkeit in der Hamburger STATT Partei direkt mit dem damaligen 1. Bürgermeister Dr. Henning Voscherau und weiteren Bürgerschaftsabgeordneten über den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Hamburg-Wilhelmsburg. Das Gebäude wurde tatsächlich schnell hinter der damaligen Umweltwache in der Rothenhäuser Straße errichtet. Die Umweltwache und die Wache der Berufsfeuerwehr Wilhelmsburg tauschten die Gebäude, weil sich die Berufsfeuerwehr Wilhelmsburg auf Hafengebiet und die Umweltwache im Wohngebiet befand.
Leider fühlten sich der Bereichsleiter und Co. durch meine Eigeninitiative hintergangen, denn derartig ranghohe Kameraden müssen mit derartigen Worten auf das Eröffnungsfoto, unterlag ich bei der Wehrführerwahl knapp dem Wehrführer Folker Bendt. Später trat ich dann auch aus der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg-Wilhelmsburg aufgrund eines weiteren Umzuges in die Hamburger Innenstadt aus. In der Innenstadt gibt und gab es keine Freiwilligen Feuerwehren. Aber mein Dank gilt nicht nur der Behörde sondern auch der Landesfeuerwehrschule Hamburg für die zahlreichen Lehrgänge, die ich besuchen durfte, unter anderem dem Gruppenführer- und dem Ausbilderlehrgang und der Führerscheinklasse II und den vielen anderen Lehrgängen wie Gefahrgut, Sanitäts- oder Atemschutz usw.